Ein Vortrag von Dr. Alexis Schwarzenbach
Renée Schwarzenbach-Wille (1883–1959), Tochter des Generals Ulrich Wille und Mutter der Schriftstellerin Annemarie Schwarzenbach, war eine gut vernetzte Industriellengattin und ambitionierte Reitsportlerin.
In jungen Jahren entdeckte sie die Fotografie als persönliche Ausdrucksform. Über Jahrzehnte dokumentierte sie ihr Leben auf dem Landgut Bocken in umfangreichen Fotoalben, die sie wie visuelle Tagebücher führte und in denen sich ihr familiäres und gesellschaftliches Umfeld widerspiegelt.
In seinem Vortrag stellt der Historiker Prof. Dr. Alexis Schwarzenbach diese aussergewöhnlichen Bilddokumente vor. Anhand von Originalen beleuchtet er Renée Schwarzenbach-Willes fotografische Arbeitsweise und eröffnet einen Einblick auf die Biografie einer vielschichtigen Persönlichkeit.
Prof. Dr. Alexis Schwarzenbach ist Historiker, Autor und Kurator. Er lehrte unter anderem als Professor an der Hochschule Luzern und gründete 2021 das Geschichtsstudio filanda della storia. Alexis Schwarzenbach hat sich intensiv mit der Geschichte der Familie Schwarzenbach beschäftigt und Biografien seiner Urgrossmutter Renée sowie von Annemarie Schwarzenbach veröffentlicht. Die im Rahmen seiner Forschungen zusammengestellte Sammlung sowie weitere Teile des Nachlasses von Renée Schwarzenbach-Wille schenkte er der Zentralbibliothek.
Die Veranstaltung ist Teil der Vortragsreihe und Ausstellung «Bilder einer Familie. Vier Generationen Wille und Schwarzenbach», die vom 2. bis 31. März im Lesesaal der ZB gezeigt wird. Auf den Vortrag folgt ein Kurzrundgang durch die Ausstellung. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten.
Die Ausstellung und die Vortragsreihe werden gefördert durch die Fondation Pierre du Bois pour l’histoire du temps présent.
Bild: Renée Schwarzenbach-Wille an einem Springturnier, Thun, 1928. Fotografie R. Sollberger, Zentralbibliothek Zürich
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