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Kalkutta schwarzweiss. Träume, Stimmen, Bilder

Bis So, 13.12.2020
Völkerkundemuseum
Camera-obscura-Aufnahme: Samuel Schütz. Patuapara, Kalkutta, 2003

Kalkutta leide unter einer schlechten Presse, stellte der britische Soziologe John Hutnyk 1996 fest, der Stadt hafte der Ruf eines «schwarzen Lochs» an, schrieb der Historiker Jeffrey N. Dupée 2008: Reiseschriftsteller des 20. Jahrhunderts behandelten Kalkutta als «exemplarische urbane Horror Story». In Indien wiederum, und ein bisschen mehr noch vielleicht in Kalkutta selbst, wird die Metropole bis heute als die Kulturhauptstadt des Subkontinents verklärt.

Zwischen Selbstwahrnehmung und Aussensicht klafft eine Lücke, welche der Fotograf Samuel Schütz und der Klangdokumentarist Thomas Kaiser bei zahlreichen Aufenthalten in Kalkutta ausloteten. Schütz fotografierte mit einer Lochkamera Schritt für Schritt Strassenzüge, Kreuzungen und Werkstätten; Kaiser befragte Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt nach ihren Träumen und Geschichten. Dazu nahm er die vielfältigen Klänge der Stadt auf: Strassenmusiker, religiöse Feste, die allgegenwärtigen Krähen.

Licht und Dunkel der Bildprojektionen im Ausstellungsraum, die Klänge und Momente der Stille, ersetzen gängige Schwarzweiss-Klischees von der Stadt durch unzählige Schattierungen und unerhörte Zwischentöne.

Völkerkundemuseum

Pelikanstrasse 40
8001 Zürich

+41 44 634 90 11
Webseite

Tram 2/9, Bus 66: Sihlstrasse
Tram 6/7/8/11/13: Paradeplatz
Tram 8 / S4/S10: Bahnhof Selnau

Fotografieren erlaubt

Öffnungszeiten

Dienstag: 10–17 Uhr
Mittwoch: 10–17 Uhr
Donnerstag: 10–19 Uhr
Freitag: 10–17 Uhr
Samstag: 14–17 Uhr
Sonntag: 11–17 Uhr

Bis So, 13.12.2020

An Feiertagen: normalerweise 11–17 Uhr, vgl. Website

Bibliothek
Aktuell: Di/Mi/Fr 10–13/14–17 Uhr

Im Semester normalerweise:
Mo/Mi/Do: 14–17 Uhr
Di/Fr: 9–13/14–17 Uhr

Preise

Eintritt frei

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