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Drei Kurzvorträge mit Diskussion | Ohne Honig hast du nichts zu essen. Über das Bienenwissen von Ayoréode im Gran Chaco, Südamerika

So, 30.01.2022, 14:30–16:30 Uhr
Völkerkundemuseum

Wir heissen Sie bei unseren Anlässen herzlich willkommen. Der Besuch der Ausstellungen sowie die Teilnahme an Führungen und Veranstaltungen setzt bis auf weiteres ein anerkanntes Covid-Zertifikat voraus. Die Zertifikatspflicht gilt für Besuchende ab 16 Jahren.

Diese Veranstaltung wird hybrid durchgeführt; die Teilnahme ist sowohl vor Ort wie auch über Zoom möglich. Melden Sie sich bitte am Museumsempfang, um den Zoom-Link zu erhalten.

1. Den Ruf nach mehr Imkereiethnologie nicht verhallen lassen
Kurzvortrag von Dr. Peter Niedersteiner

Das Interesse an Themen rund um das Verhältnis zwischen Bienen und Menschen ist ungebrochen. Sowohl die Imkereiszene als auch die breite Öffentlichkeit sind leicht für die faszinierenden Erkenntnisse und Erfahrungen zu begeistern, die in der Bienenhaltung und Honigsammlerei verborgen liegen. Das sind ideale Voraussetzungen, um unsere erkenntnisreichen Arbeiten in einen gesamtgesellschaftlichen Diskurs einzubringen. In meinem Vortrag möchte ich zu einer Diskussion anregen, welche Wege in die Zukunft die Imkereiethnologie zusammen mit anderen Disziplinen und im Austausch mit der Imkerschaft gehen kann.

 

2. Honiganzeiger und Honigsammler: Eine Vogel-Mensch-Kooperation im afrikanischen Busch
Kurzvortrag von Prof. em. Dr. Heinz-Ulrich Reyer

Der afrikanische Grosse Honiganzeiger ist ein unscheinbarer, aber faszinie¬render Vogel: Er ist Brutparasit, ernährt sich von Bienenprodukten und arbeitet bei der Nahrungssuche mit Menschen zusammen. Diese Kooperation wurde schon vor über 400 Jahren erwähnt, aber von den Europäern überheblich als Märchen der sogenannten »unwissenden« Afrikaner abgetan. Der Vortrag vermittelt – unterstützt von Fotos, Filmszenen und Tonaufnahmen – einen Einblick in Ver¬gangenheit, Gegenwart und Zukunft der Kooperation, berichtet am Beispiel der Gabbra aus Nordkenia über traditionelle Kenntnisse und Praktiken einiger ostafrikanischer Ethnien und schildert die wissenschaftliche Studie zum Nachweis der Vogel-Mensch-Zusammenarbeit.

 

3. Imkerei im Rampenlicht – am Beispiel China
Kurzvortrag von Aline von Atzigen

In den aktuellen öffentlichen Debatten um das Bienesterben steht die Volksrepublik China und ihre Imkerei oft im Rampenlicht. Der Volksrepublik China wird dabei eine besondere Rolle zugeschrieben: die eines Landes, in dem das Aussterben der Honigbienen nicht nur eine ökologische Gefahr, sondern bereits Realität ist. In dieser Präsentation werde ich anhand von drei Aspekten – der Anzahl Honigbienenvölker, der Verknüpfung von chinesischer und europäischer Imkerei mit Fokus auf die Varroamilbe und der aktuellen Vielfalt der Imkereipraxis in China – die Imkerei Chinas in den Blickpunkt setzen und die gängigen Narrative kontextualisieren und kritisch hinterfragen.

Völkerkundemuseum

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Öffnungszeiten

So, 30.01.2022, 14:30–16:30 Uhr

Preise

Eintritt frei

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