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Historische Sammlungen im Heute – Welche gemeinsamen Perspektiven ermöglicht die Gegenwart?

So, 17.03.2024, 12–13 Uhr
Völkerkundemuseum

In den Ausstellungen «Geschäftsidee?» und «Werkstücke?» mit den Kuratorinnen Maike Powroznik und Saada Elabed

Die Ausstellung «Geschäftsidee?»
Das Völkerkunde?museum kaufte 1969 eine Noanamá-Sammlung aus Kolumbien: «100 Stücke, die die gesamte Bandbreite der materiellen Kultur abdecken, Töpferware inklusive». Erworben wurde sie von dem als «Big Boss» für die Beschaffung von Ethnografika aus Südamerika bekannten Ethnologen und Geschäftsmann Borys Malkin. Wie ist eine solche kommerzielle Sammelpraxis aus unterschiedlichen Perspektiven einzuordnen?
Seit 2021 suchen wir den Austausch mit den Nachkommen der Urheber:innen. Gemeinsam erkunden wir aus heutiger Sicht, welche Fragen bezüglich der Sammlung und der Umstände des Sammelns offen sind und welche neuen Beziehungen Noanamá zu den Objekten knüpfen möchten.

Die Ausstellung «Werkstücke?»
«Es darf nicht unerwähnt bleiben, dass ethnographische Sammlungen, die die materielle Kultur der Beduinen dokumentieren, sehr selten sind.» So argumentierte das Völkerkunde?museum 1984 für einen Kredit zum Kauf einer Sammlung beduinischer Alltagsobjekte aus der Negev-Wüste. Unter diesen befinden sich bestickte Patchworktaschen, Tücher, Frauengewänder sowie einzelne Kleidungsteile. Gewisse Stickarbeiten sind abgeschlossen, andere unvollendet. Dennoch handelt es sich bei jeder um ein Unikat – ein Werkstück?
Die Ausstellung stellt eine Auswahl von Objekten der Vielfältigkeit möglicher Perspektiven gegenüber. Wie verändert der Kontext die Bedeutung von Objekten? Wessen Wissen kommt zum Vorschein, wessen bleibt unbeachtet? Was lösen die Stickereien bei den Nachkommen aus, in der Urhebergesellschaft, aber auch in der Schweizer Diaspora?

Völkerkundemuseum

Pelikanstrasse 40
8001 Zürich

+41 44 634 90 11
Webseite

Tram 2/9, Bus 66: Sihlstrasse
Tram 6/7/8/11/13: Paradeplatz
Tram 8 / S4/S10: Bahnhof Selnau

Fotografieren erlaubt

Öffnungszeiten

So, 17.03.2024, 12–13 Uhr

Preise

Eintritt frei

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