Fremde – Feinde – Zeitgenossen?

Do, 14.03.2024, 18–19 Uhr
Völkerkundemuseum

In den Ausstellungen «Plünderware?» und «Maskenspiel?» mit den Kuratorinnen Mareile Flitsch und Martina Wernsdörfer

Die Ausstellung «Plünderware?»
«Plünderung von Peking», das weist auf den Boxerkrieg. Ende des 19. Jahrhunderts formierte sich in Nordchina die anti-christliche, anti-koloniale Boxer-Bewegung. 1900/1901 schlossen sich acht ausländische Armeen zusammen im Krieg gegen die Boxer und drangen bis in den Kaiserpalast in Peking vor. Ein Machtvakuum bot Raum für Plünderungen gewaltigen Ausmasses. Mengen an Wert-, Kunst- und Alltagsobjekten gelangten in die Hände von Offizieren und Soldaten, von Händlern, langfristig in Museen und Sammlungen weltweit.
Die Ausstellung nimmt mögliche Plünderware aus China in Schweizer Sammlungen aus der Zeit um 1900 nachfragend in den Blick. Wie sollten wir damit umgehen? Welche Bedeutung haben die Objekte für Chines:innen heute? Worüber sollten wir uns verständigen?

Die Ausstellung «Maskenspiel?»
Von 1984 bis 2006 forschte das deutsche Ethnologenpaar Wolfgang Mey und Anna Wischkowski-Mey an der Südwestküste Sri Lankas zu singhalesischen Maskenspielen. In Zusammenarbeit mit Ritualspezialisten wie Bandu Wijesooriya entstand eine Sammlung aus Masken und Kostümen, Ritualgegenständen, Werkzeugen, sowie Objekten mit Maskenabbildungen.
Zwischen 1885 und 1947 präsentierten verschiedene Veranstalter dem Zürcher Publikum im Rahmen von «Völkerschauen» «exotische» sri-lankische Kultur. Mindestens sechsmal traten «Eingeborene aus Ceylon» auf. Wer waren sie?
Diese Werkstattausstellung blickt auf die Begegnung von Menschen. Welche Chancen bieten sich für unser Miteinander, wenn wir die damals als «Eingeborene» präsentierten Menschen heute als Zeitgenoss:innen begreifen? Und wie kann eine Ausstellung dazu beitragen, Wissen und Vielstimmigkeit Raum zu geben?

Völkerkundemuseum

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Öffnungszeiten

Do, 14.03.2024, 18–19 Uhr

Preise

Eintritt frei

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