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Ohne Honig hast du nichts zu essen. Über das Bienenwissen von Ayoréode im Gran Chaco, Südamerika

So, 03.10.2021, 12–13 Uhr
Völkerkundemuseum
Ajidabia-Bienen an ihrem röhrenartigen Nesteingang

Wir heissen Sie bei unseren Anlässen herzlich willkommen. Der Besuch der Ausstellungen sowie die Teilnahme an Führungen und Veranstaltungen setzt bis auf weiteres ein gültiges Covid-Zertifikat voraus. Die Zertifikatspflicht gilt für Besuchende ab 16 Jahren. Wir bitten Sie, sich 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn einzufinden. Falls Veranstaltungen nicht vor Ort stattfinden können, führen wir diese nach Möglichkeit virtuell durch und informieren Sie rechtzeitig über unsere Website www.musethno.uzh.ch und den elektronischen Newsletter.

Führung durch die Ausstellung mit der Gastkuratorin Henriette Stierlin, Historikerin und Ethnologin, Zürich, und Eugenio Stierlin, Tierarzt und Imker, Santa Cruz de la Sierra/Bolivien.

«Als die Sonne noch ein Ayoréo war, lebte sie als Schamane in einem Dorf. Honig kannte seinerzeit niemand. Eines Tages stieg der Schamane in seinem Traum zum Himmel auf. Dort fand er Honig» (Adela Chiqueñoro, Ayoréo-Erzählerin).

So oder anders kam der Honig in die Welt von Ayoréode – Menschen –, einer jägernomadischen Gesellschaft in den Trockenwäldern des nördlichen Gran Chaco. Wildbienenhonig war bei ihnen ein wichtiges Hauptnahrungsmittel. Ihr tief verwurzeltes und in Objekten materialisiertes Wissen darüber bot Stoff für Mythen, Lieder und Geschichten. Über diese wurde es bewahrt, erinnert, aktualisiert und weitergegeben.

Bis vor 70 Jahren lebten Ayoréode in den Wäldern des Gran Chaco weitgehend für sich. Seither wandelte sich ihr Lebensumfeld durch Siedler*innen und Missionar*innen, sie wurden Zeugen von Landraub und Abholzung durch Agrarkonzerne und Rohstoffgiganten. Und Ayoréode taten, was sie als Nomad*innen immer getan hatten: Sie passten sich den Veränderungen an. Nach und nach schlossen sich einzelne Ayoréo-Gruppen den sesshaften Bevölkerungen an. Was dieser Wechsel für sie bedeutete, ist bislang kaum erforscht.

Die Ausstellung ordnet sich um das Bienenwissen von Ayoréode. Mit Objekten, Fotografien, Filmen, Klängen und Stimmen schafft sie Raum, über eigene und andere Weltentwürfe nachzudenken.

Völkerkundemuseum

Pelikanstrasse 40
8001 Zürich

+41 44 634 90 11
Webseite

Tram 2/9, Bus 66: Sihlstrasse
Tram 6/7/8/11/13: Paradeplatz
Tram 8 / S4/S10: Bahnhof Selnau

Fotografieren erlaubt

Öffnungszeiten

So, 03.10.2021, 12–13 Uhr

Preise

Eintritt frei

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