Mit der Devise «Ich seh’s anders!» zu mehr Inklusion: Das gleichnamige Projekt im Museum Haus Konstruktiv zeigt modellhaft auf, wie inklusive und partizipative Vermittlungstätigkeit durch Laien mit und ohne Behinderungen im Museum aufgebaut und im Rahmen von öffentlichen Führungen angeboten werden kann. Es fördert so bei einem breit gefächerten Publikum das Verständnis für konstruktiv-konkrete und zeitgenössische Kunst und lebt kulturelle Teilhabe vor.
Diese öffentliche Führung ist im Eintrittspreis inbegriffen, allerdings ist eine Anmeldung erforderlich.
In den Sommermonaten stehen zwei Einzelausstellungen und eine Sammlungsausstellung auf dem Programm:
In Jose Dávilas (*1974) Ausstellung Memory of a Telluric Movement wird neben ausgesuchten Malereien eine Vielzahl skulpturaler Werke präsentiert, die der mexikanische Künstler in sorgfältiger Auseinandersetzung mit den architektonischen Gegebenheiten des Hauses in installativen Arrangements zusammenstellt. Statik und Dynamik, Spannungs- und Kompressionskräfte sowie der labile Moment bevor etwas fällt oder reisst, sind prägende Aspekte der Objekte und Installationen Dávilas.
Zudem präsentiert das Museum Haus Konstruktiv die schweizweit bislang grösste museale Einzelausstellung zum Werk der österreichisch-schweizerischen Künstlerin Elisabeth Wild (*1922 in Wien, † 2020 in Panajachel, GT). Gezeigt werden rund zweihundert Collagen, die Wild in den letzten zwanzig Jahren bis kurz vor ihrem Tod geschaffen hat.
Neues aus der Sammlung lautet der Titel einer neuen Ausstellungsreihe, in der das Museum Haus Konstruktiv in unregelmässigen Abständen Werke aus der Sammlung zeigt, die entweder erst jüngst aufgenommen wurden oder über die es Neuigkeiten zu berichten gibt.