Zwischen den Weltkriegen wird das Grafikdesign radikal erneuert: Konstruktivismus, Neue Typografie und Fotografie bestimmen die visuelle Sprache dieser Avantgarde. Dass ihre Werke, etwa von El Lissitzky oder Jan Tschichold, bis heute inspirieren, zeigt die Ausstellung Avantgarde – Grafikdesign im Aufbruch.
Grafik, Fotografie und Typografie prägen die angewandte Avantgarde der Zwischenkriegszeit. In den aufkommenden modernen Massenmedien zeigt sich der Einfluss progressiver Kunstströmungen. Grafikdesign wird zum Spiegel gesellschaftspolitischer Utopien und formaler Innovation. Ein neues Sehen wird eingefordert!
Rund hundert Jahre später blickt die Ausstellung zurück auf diese Phase des Aufbruchs. Plakate des russischen Konstruktivismus von El Lissitzky und Valentina Kulagina stehen neben Art-Déco-Arbeiten von Adolphe Mouron Cassandre. Jan Tschicholds klare Typografie trifft auf fotografische Experimente von Lucia Moholy und Binia Bill. Sie alle verbindet ein neuer, rationaler Zugang zur Gestaltung, der die bisherigen, subjektiv-künstlerischen Stile und malerischen Erzählungen durch eine reduzierte Farb- und Formgebung ersetzt.
Die Ausstellung zeigt neben vielen Plakaten, Collagen oder Zeitschriften auch parallele Modernisierungstendenzen in Architektur, Produktdesign, Theater und Film. So illustriert sie den Geist dieser kurzen, intensiven Ära – die nach dem Zweiten Weltkrieg weiterwirkt und die das Grafikdesign bis heute befruchtet.
Museum für Gestaltung Zürich, Ausstellungsstrasse
Ausstellungsstrasse 60
8005 Zürich
+41 43 446 67 67
Webseite
Zugänglichkeit
Tram 17/50/51: Museum für Gestaltung
Fotografieren erlaubt, sofern nicht in der Ausstellung anders signalisiert
Öffnungszeiten
Dienstag: 10–17 Uhr
Mittwoch: 10–17 Uhr
Donnerstag: 10–20 Uhr
Freitag: 10–17 Uhr
Samstag: 10–17 Uhr
Sonntag: 10–17 Uhr
Bis So, 21.02.2027
Preise
Regulär CHF 15
Ermässigt CHF 10
Kombiticket alle Standorte CHF 20/15
Freier Eintritt Unter 20 Jahren
Freier Eintritt Donnerstags ab 17 Uhr