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Korakrit Arunanondchai

Bis So, 09.01.2022
Migros Museum für Gegenwartskunst
Songs for living, 2021, Sammlung Migros Museum für Gegenwartskunst Co-commissioned by Migros Museum für Gegenwartskunst and Kunstverein in Hamburg with support from FACT, Liverpool. Courtesy of the artists, Bangkok CityCity Gallery, Bangkok, Carlos / Ishikawa, London, C L E A R I N G New York / Brussels, Kukje Gallery, South Korea, Foto: Lorenza Pusterla

Songs for dying / Songs for living ist die erste institutionelle Einzelausstellung von Korakrit Arunanondchai in der Schweiz. Erstmalig sind die neuen Videoarbeiten des Künstlers, Songs for dying (2021) und Songs for living (in Kollaboration mit Alex Gvojic, 2021), gemeinsam zu sehen. Mittels Videoinstallationen, raumgreifender Malerei und Objekten lässt Arunanondchai atmosphärische Orte des Geschichtenerzählens entstehen.


Geburt, Entschaffung («Décréation») und Tod sind Erfahrungen von Schwellenmomenten, in denen das Bewusstsein eine andere, gesteigerte Form annimmt. Von ihnen ausgehend, entwickelt Korakrit Arunanondchai seine Erzählungen und den Umgang mit künstlerischen Formen. In seiner Praxis verarbeitet der Künstler mit Video, Malerei und Installation persönliche Erfahrungen und untersucht deren soziohistorischen Bedingungen. Dabei wirft er mit den von ihm gewählten Formen in ihrer komplexen wechselseitigen Abgängigkeit grundlegende Fragen zu Existenz und Bedeutung auf – insbesondere, wenn diese ausserhalb des Rahmens westlicher Seinskonzepte betrachtet werden.


Für Songs for dying / Songs for living hat Arunanondchai den Ausstellungsraum in drei miteinander verbundene Akte aufgeteilt: Jeder dieser Akte spricht ein transformatives Potenzial an, das die anderen mit hervorbringt. Ausgehend vom Verlust des eigenen Grossvaters, entfaltet der Künstler Erzählungen, die Ideen vom Selbst und der Gemeinschaft ins Unwissbare übertragen. Geister, Schamaninnen und eine sterbende Meeresschildkröte sind in diesen Erzählungen nicht nur Metaphern, sondern auch Medien, die Prozesse des Werdens und der Zersetzung erfahren. Neben mythologischen Referenzen und Symbolen greift Arunanondchai zugleich die sozialen und politischen Realitäten des Lebens in Thailand auf, das von Militärherrschaft, Monarchie und prodemokratischen Protesten bestimmt wird. Lieder bilden den Bogen der Ausstellung und führen das Publikum durch eine vielstimmige Erzählung. Ihre Ereignisse zeugen von den emotionalen und transzendenten Impulsen unterschiedlicher Wesen und Gemeinschaften, die alle unter den Symbolen höherer Mächte leben.


Korakrit Arunanondchai (*1986, Bangkok, Thailand) lebt in New York und Bangkok. Zu den jüngeren Einzelausstellungen des Künstlers zählen: Kunsthall Trondheim (2021), Serralves Museum, Porto (2020), Secession, Wien (2019) und Kasseler Kunstverein, Kassel (2018). Arunanondchais Arbeiten wurden zudem bei zahlreichen Biennalen und Festivals gezeigt, zuletzt im Rahmen der Gwangju-Biennale (2021), der Yokohama Triennale (2020), der Venedig-Biennale (2019) und der Whitney-Biennale (2019).


Die Ausstellung Songs for dying / Songs for living wird als Koproduktion mit dem Kunstverein in Hamburg realisiert und ist in Hamburg ab dem 04. Dezember 2021 zu sehen. Zur Ausstellung entsteht die bisher umfassendste Publikation zum Werk von Korakrit Arunanondchai. Anlässlich von drei Einzelausstellungen in ihren jeweiligen Institutionen zwischen 2020 und 2022, geben das Migros Museum für Gegenwartskunst, der Kunstverein in Hamburg und das Serralves Museum in Porto die Publikation gemeinsam heraus.

Migros Museum für Gegenwartskunst

Limmatstrasse 270
8005 Zürich

+41 44 277 20 50
Webseite

Tram 4/6/13: Löwenbräu

Öffnungszeiten

Dienstag: 11–18 Uhr
Mittwoch: 11–18 Uhr
Donnerstag: 11–20 Uhr
Freitag: 11–18 Uhr
Samstag: 11–18 Uhr
Sonntag: 11–18 Uhr

Bis So, 09.01.2022

Feiertage 11-18 Uhr

25.12. geschlossen

Preise

CHF 12/8*

Kombiticket mit der Kunsthalle Zürich: CHF 20/12*

*ermässigt

Jeden Donnerstag von 17-20h:
Eintritt frei

Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre.

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