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Translating the Rural. Wooden Churches, Open-Air Museums and Modern Architecture in Interwar East-Central Europe

Bis Fr, 04.12.2026
gta Ausstellungen, ETH Zürich

Eröffnung: Mittwoch, 23. September 2026, 18:00–20:00 Uhr

Radu Remus Macovei
gta Doktoratsstipendium, ETH Zürich
Julia Amory Appleton Traveling Fellowship in Architecture, Harvard Graduate School of Design

Symposium: Mediating the Rural. From Ethnography to Design Knowledge
9.–10. November 2026

„To translate“ kann bedeuten, etwas von einem Ort an einen anderen zu überführen, es in ein anderes materielles Medium zu übertragen oder von einer Sprache in eine andere zu übersetzen. Diesen Bedeutungen liegt ein gemeinsamer Vorgang zugrunde: Etwas wird verlagert, transformiert und in einem neuen Kontext lesbar gemacht. Nach dem Zusammenbruch Österreich-Ungarns im Jahr 1918 und der Entstehung neuer Nationalstaaten in der Karpatenregion Ostmitteleuropas wurde Architektur zu einem Mittel, ländliche Lebenswelten in nationales Territorium und nationale Identität zu übertragen. Freilichtmuseen versetzten Dutzende ländlicher Bauten in die Städte; Planungsbehörden integrierten archaische Architekturformen in neue, moderne Dörfer; ethnografische Erhebungen wiederum transformierten die Vielfalt ländlicher Kulturen in lesbare Kategorien des Vernakulären, Folkloristischen und Nationalen.

Die Ausstellung „Translating the Rural“ erschliesst diese Prozesse, indem sie die Versetzung dreier Holzkirchen aus Bergdörfern nach Prag, Bukarest und Lwiw im Kontext tschechoslowakischer, rumänischer und ukrainischer Nationalprojekte der Zwischenkriegszeit nachzeichnet. Sie präsentiert Forschungsergebnisse aus Radu Remus Macoveis laufender Doktorarbeit am Institut für Geschichte und Theorie der Architektur (gta), „Moving Churches, Making Nations“, sowie aus dem Entwurfsforschungsprojekt „Ligneous Worlds“, das Macovei im Rahmen des Julia Amory Appleton Traveling Fellowship in Architecture der Harvard Graduate School of Design entwickelte. Beide Projekte untersuchen die Wandelbarkeit von Architektur anhand zweier miteinander verbundener Formen der Transformation: der räumlichen Versetzung und der Anpassung im zeitlichen Verlauf.

Diese Ausstellung wurde ermöglicht durch die Professur für Geschichte und Theorie der Architektur, Prof. Dr. Maarten Delbeke; die Professur für Architekturtheorie, Prof. Dr. Laurent Stalder; das Doktoratsstipendium des Instituts gta; das Mobilitätsstipendium der ETH Zürich; gta Ausstellungen sowie das Julia Amory Appleton Traveling Fellowship in Architecture der Harvard Graduate School of Design. Das Symposium wird durch einen Scientific-Exchanges-Förderbeitrag des Schweizerischen Nationalfonds und einen Enabling Grant des Departements Architektur der ETH Zürich unterstützt. Das Ausstellungsprogramm von gta Ausstellungen wird dank des Artist-in-Residence-Programms realisiert, das von der Thomas und Doris Ammann Stiftung, Zürich, ermöglicht wird.


Bild: Bearbeitete Aufnahme der alten und der neuen Holzkirche im Dorf Kryvka in der Zweiten Polnischen Republik (heute Ukraine), 1930, unmittelbar vor der Demontage und Versetzung der älteren Kirche nach Lwiw im Rahmen des ukrainischen Nationalprojekts. Mit freundlicher Genehmigung des Nationalmuseums Andrey Sheptytsky in Lwiw, Ukraine. Grafik: Teo Schifferli mit Pascal Kägi.

gta Ausstellungen, ETH Zürich

ETH Zürich, gta Ausstellungen, HIL C 75, Stefano-Franscini-Platz 5
8093 Zürich

+41 (0) 44 633 29 18
Webseite

Bus 37/69/80 bis «ETH Hönggerberg»

Öffnungszeiten

Montag: 10–18 Uhr
Dienstag: 10–18 Uhr
Mittwoch: 10–18 Uhr
Donnerstag: 10–18 Uhr
Freitag: 10–18 Uhr

Bis Fr, 04.12.2026

Feiertage geschlossen

Preise

Eintritt frei

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