Mittwoch, 4. März bis Freitag, 8. Mai 2026
gta Ausstellungen, ETH Zürich, Hönggerberg
Eröffnung: Dienstag, 3. März 2026, 18:00–20:00 Uhr
18:30–19:00 Uhr: “Honey, I shrunk Tendenzen! Scales of an Exhibition”. Die Kuratorinnen Irina Davidovici und Frida Grahn im Gespräch mit den Architekten Emanuel Christ, Christoph Gantenbein und Alessandro Pasero
Veranstaltungen (in englischer Sprache)
25. März, 18:00–20:00 Uhr: Communicating Architecture: A Roundtable on Mediatization
15. April, 18:00–20:00 Uhr: Preserving Culture: A Roundtable on Heritage and the Archive
21. April, 12:30–14:00 Uhr: Architecture and Photography: Lunchtime talk by Stefano Graziani
5. Mai, 18:00–20:00 Uhr: Finissage: The Catalogue as Paper Apparatus
Die Ausstellung “Tendenzen – Neuere Architektur im Tessin” an der ETH Zürich markierte 1975 einen entscheidenden Moment in der Schweizer Architekturgeschichte. Kuratiert von Martin Steinmann und gestaltet von Thomas Boga machte sie eine jüngere Generation Tessiner Architekten, darunter Luigi Snozzi, Aurelio Galfetti, Livio Vacchini und Mario Botta, einem breiteren Publikum bekannt und lenkte damit den Blick auf eine regionale Architekturkultur, die auf materieller Präzision und konzeptioneller Autonomie beruhte. Die Ausstellung und der gleichnamige Katalog wurden rasch zu Referenzpunkten des zeitgenössischen architektonischen Diskurses und erfuhren international Aufmerksamkeit; Fachzeitschriften wie “Oppositions”, “A+U” und “L’Architecture d’aujourd’hui” widmeten der Tessiner Architektur eigene Themenhefte.
Fünfzig Jahre später greift “Tendenzen at 50” das ursprüngliche Ereignis wieder auf. Gestützt auf umfangreiche Forschungen von Irina Davidovici und Frida Grahn beleuchtet die Ausstellung das Original von 1975 sowohl als kulturelles Dokument wie auch als ein Vehikel für die Verbreitung architektonischer Ideen im analogen Zeitalter der Xerox-Kopien, Briefe, Fotos und Dias. “Tendenzen at 50” untersucht, wie diese Ideen zirkulierten, wie die Ausstellung Diskurse prägte und weshalb bestimmte kuratorische Setzungen über Jahrzehnte hinweg relevant geblieben sind. Bisher unveröffentlichte Manuskripte, Arbeitsnotizen, Korrespondenzen, Layoutstudien und Architekturzeichnungen geben Einblick in die kuratorischen Prozesse und die internationale Verbreitung der historischen Ausstellung. Diese Archivmaterialien werden durch ein grossmassstäbliches Rekonstruktionsmodell der ursprünglichen Ausstellung sowie durch fotografische Neuaufnahmen von Stefano Graziani ergänzt.
Kuratiert von Irina Davidovici und Frida Grahn. Eine Zusammenarbeit von gta Ausstellungen und gta Archiv. Modell von Studio Christ & Gantenbein.