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Beverly Buchanan. I Broke the House

Bis Fr, 17.05.2024
gta Ausstellungen, ETH Zürich
Beverly Buchanan, Out of Control, 1991, Scrapbook, Beverly Buchanan papers, 1912-2017, bulk 1970s-1990s. Archives of American Art, Smithsonian Institution.

Beverly Buchanan
I Broke the House

Mit Beiträgen von Elena Bally, Jennifer Burris, María Magdalena Campos-Pons, Aria Dean, Fredi Fischli, Jack Halberstam, Studierenden der Harvard University GSD, Alicia Henry, Anna Gritz, Tonja Khabir, Parity Group, Prudence Lopp, Park McArthur, Devin T. Mays, Ana Mendieta, Siddhartha Mitter, Kazuko Miyamoto, Senga Nengudi, Niels Olsen, Sarah Richter, Cameron Rowland, Jamaal Sheats und Adam Szymczyk

6. März – 17. Mai 2024

Eröffnung: 5. März 2024, 18 Uhr
Diskussionsrunde anlässlich der Eröffnung, 5. März, 16 – 17.30 Uhr, HIB E 52 (Open Space 2), ETH Zürich, Hönggerberg
In Zusammenarbeit mit Parity Group, Parity Talks IX: „On Inconvenience“
Mit María Magdalena Campos-Pons, Anna Gritz, Tonja Khabir, Prudence Lopp, Devin T. Mays, Siddhartha Mitter, Sarah Richter, Jamaal Sheats und Adam Szymczyk

Abschlussveranstaltung: 14. Mai 2024, 18 Uhr, gta Ausstellungen, ETH Zürich, Hönggerberg Talk mit Jack Halberstam

Kuratiert von gta Ausstellungen, ETH Zürich, in Zusammenarbeit mit dem Tubman African American Museum, Macon, GA, den Fisk University Galleries, Nashville, TN, und der Engine for Art, Democracy and Justice (EADJ), Vanderbilt University, Nashville, TN

Diese Ausstellung konnte dank dem Artist-in-Residence-Programm realisiert werden, das durch die grosszügige Unterstützung der Thomas und Doris Ammann Stiftung ermöglicht wurde.

„I BROKE THE HOUSE“, schreit Lila, die Protagonistin von Beverly Buchanans Artist Book. „Jeden Tag ging Lila an Häusern vorbei, die auf Steinen sassen.“ Diese gestapelten Steine, ähnlich wie prähistorische Steinhaufen, die als Ortsmarkierungen dienten, stützen das gesamte Gebäude; dennoch vermutet Lila, „dass sie umgestossen werden könnten.“ Man kann die Versuchung verstehen, die scheinbar instabile Struktur herauszufordern; „und so beschliesst Lila eines Tages, einen der kleinen Steine wegzunehmen... ratet mal, was passiert ist!“

Welches Potenzial schlummert in Szenen des Zusammenbruchs?[i] Wie kann ein Haus als eigenständiger Akteur mit seiner Umgebung in Resonanz treten, auf sie reagieren oder sich ihr widersetzen? An eine Landschaft aus verstreuten Trümmern erinnernd, ist die Ausstellung nach Beverly Buchanans Geschichte von Lila und dem eingestürzten Haus benannt, die sie in ihrem humorvollen, im Stil eines Cartoons gestalteten Fanzine festhielt. Ausgehend von der Auseinandersetzung der Künstlerin mit dem Begriff des Verfalls wirft die Ausstellung die Frage auf: Was entsteht, wenn etwas auseinanderfällt?

I Broke the House an der ETH Zürich umfasst Buchanans breit gefächertes Œuvre aus Skulptur, Malerei, Fotografie, Zeichnung, Schrift und Druckerzeugnissen. Die Arbeiten treten in einen Dialog mit Werken von Senga Nengudi, Ana Mendieta, Kazuko Miyamoto, Park McArthur und Jennifer Burris, Cameron Rowland, Devin T. Mays, Aria Dean und Alicia Henry. Die Ausstellung, die sich als Studie von Buchanans künstlerischem Schaffen versteht, versammelt fragmentierte Materialien einer Künstlerin, die sich offiziellen Mechanismen der Erinnerungspolitik und der Klassifizierung widersetzt. In ihrer Praxis zeichnet sie erodierte Oberflächen von urbanen Ruinen auf Leinwand und Papier nach. Sie setzt sich mit vernakulärer Architektur im ruralen Süden auseinander, und den Menschen, die diese bauen und bewohnen. Zudem schreibt sie die bis heute vernachlässigte Geschichte Anti-Schwarzer Politik beharrlich in ihre territoriale Umgebung ein. Im Kontext eines Ausstellungsraums, der einer Architekturschule angegliedert ist, stellt Buchanans Arbeit – gelesen als kritische Auseinandersetzung mit der gebauten Umwelt – die normativen Formen des „Ausstellens von Architektur“ infrage. Indem sie verhärtete Strukturen untersucht und aufbricht, konfrontiert sie ihr Publikum mit aufreibenden Betrachtungsweisen von Orten, Gebäuden und Monumenten in Solidarität mit Gemeinschaften, die sich dominanten Narrativen widersetzen.

[i] Jack Halberstam, „Unbuild the World!,“ Revolution 13/13—13 Revolutionary Philosophers/13 Seminars at Columbia, 2021–2022, February 20, 2020, https://blogs.law.columbia.edu/revolution1313/jack-halberstam-2/.

Bild: Beverly Buchanan, Out of Control, 1991, Scrapbook, Beverly Buchanan papers, 1912-2017, bulk 1970s-1990s. Archives of American Art, Smithsonian Institution.

ETH Zurich
Institute for the History and Theory of Architecture (gta)
gta exhibitions
Stefano-Franscini-Platz 5
CH-8093 Zurich

gta Ausstellungen, ETH Zürich

ETH Zürich, gta Ausstellungen, HIL C 75, Stefano-Franscini-Platz 5
8093 Zürich

+41 (0) 44 633 29 18
Webseite

Bus 69 und 80 bis «ETH Hönggerberg»

Öffnungszeiten

Montag: 10–18 Uhr
Dienstag: 10–18 Uhr
Mittwoch: 10–18 Uhr
Donnerstag: 10–18 Uhr
Freitag: 10–18 Uhr

Bis Fr, 17.05.2024

Feiertage geschlossen

Preise

Eintritt frei

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