Alle Erlebnisse

Stefan Burger, «Narcissus, zentrales Höhlengrau, Erbse, Flamingo» (I&II)

Daueraustellung
Cabaret Voltaire
Stefan Burger, «Narcissus, zentrales Höhlengrau, Erbse, Flamingo I», Cabaret Voltaire, 2022, Photo: Stefan Burger Stefan Burger, «Narcissus, zentrales Höhlengrau, Erbse, Flamingo I», Cabaret Voltaire, 2022, Photo: Stefan Burger
Die Dada-Bibliothek mit Werken «Narcissus, zentrales Höhlengrau, Erbse, Flamingo» (I&II) von Stefan Burger, Photo: Philipp Hänger
Stefan Burger, «Narcissus, zentrales Höhlengrau, Erbse, Flamingo I», Cabaret Voltaire, 2022, Photo: Stefan Burger Stefan Burger, «Narcissus, zentrales Höhlengrau, Erbse, Flamingo I», Cabaret Voltaire, 2022, Photo: Stefan Burger

Die Dada-Bibliothek zeigt eine Arbeit des Künstlers Stefan Burger (*1977). Burger präsentiert zwei den Raum und bestenfalls die Gemüter erhellende Leuchtenobjekte. Die Skulpturen aus gegossenem Glas und Aluminium setzen Burgers 2020 im Cabaret Voltaire begonnene Auseinandersetzung mit Kunst als Gebrauchsgegenstand fort. Die Begrifflichkeiten, mit welchen sich die Skulpturen attributieren lassen, schwanken munter zwischen hübsch und hässlich, pedantisch und rotzig, dekorativ und nützlich, ekelhaft und erotisch. Es sind hybride Anlagen oder Kippfiguren, die je nach Betrachtung zu einer unterschiedlichen Qualität oder Deutung neigen und mit Zierrat und Funktion umgehen. Einige Formreferenzen ergeben sich aus dem Arbeitsvorgang: Wenn flüssiges Glas miteinander verbunden wird, hängt es stets zu Boden. Brezel und Böppel (ganz in der Tradition von Bollen und Bölleli) dienen als ornamentale Wiederholungen, entspannt bedeutungsarm und dennoch entfernt mit eklektischen Zierstrategien wie der barocken Rocaille verwandt. Die Trägerstruktur der Leuchte wiederum, eine ehemalige Leiter, entstammt dem Zürcher Kanalisationssystem und wurde ursprünglich gewaltsam aus einem dort hinunterführenden Schacht entrissen. Eigentlich als Ein- und Ausstiegshilfe angelegt, erfreut sich der Schachttritt nun neuen Aufgaben als Leselampe und Ambiente prägendes Objekt. Die Arbeit mit flüssigem Glas involviert Farben von intensiver Leuchtkraft, welche dank ihrer keramischen Natur unverwüstlich heiter weiter leuchten. Auch die Namen der benutzten Farbpalette «Narcissus, zentrales Höhlengrau, Erbse, Flamingo» (I&II) denkt der Künstler als Fröhlichkeitsverstärker: eine Einladung also zum guten Mute.

Cabaret Voltaire

Spiegelgasse 1
8001 Zürich

+41 43 268 08 44
Webseite

Tram 4/15: Rathaus
Tram 3/Bus 31: Neumarkt

Fotografieren erlaubt

Öffnungszeiten

Dienstag: 12–20 Uhr
Mittwoch: 12–20 Uhr
Donnerstag: 12–20 Uhr
Freitag: 12–18 Uhr
Samstag: 12–18 Uhr
Sonntag: 12–18 Uhr

Daueraustellung

Bar, Künstler*innen-Kneipe:

Di–Do, 12:00–24:00 Fr–Sa, 12:00–02:00 So, 12:00–18:00

Preise

Freier Eintritt.

Weitere Erlebnisse

  • Letzte Tage

    Ein aussergewöhnliches Paar

    Alterthümer-Magazin
  • Letzte Tage

    «The End – My Friend? Umsorgt in den Tod»

    Friedhof Forum
  • Im Wald. Eine Kulturgeschichte

    Landesmuseum Zürich
  • Take Care: Kunst und Medizin

    Kunsthaus Zürich
Partnerin