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«Ich bin wü ü ü ü ü ü ü ü tend», Sophie Taeuber-Arp / Mai-Thu Perret

14.10.2022–30.04.2023
Cabaret Voltaire
Exhibition documentation «Neue Klöppelspitzen», 1919, School Class for Embroidery, teacher Sophie Taeuber-Arp, Alice Frey-Amsler, glass negative, 18 x 24 cm, Zürcher Hochschule der Künste Archive.
Mai-Thu Perret, Untitled (Green Oval), 2018, hand-woven wool rug, 178 cm × 118 cm, MAMCO Collection, Photo: Annik Wetter
Mai-Thu Perret, Vertical-horizontal Composition, 2015, Haute lisse hand-woven wool carpet, 300 cm x 200 cm. Photo: Annik Wetter
Letter from Sophie Taeuber-Arp to Hans Arp from Arosa, 4 May 1919, Zentralbibliothek Zürich

In «Ich bin wü ü ü ü ü ü ü ü tend» treten Sophie Taeuber-Arps Briefe, vereinzelte Arbeiten sowie Zeugnisse ihrer Tätigkeit als Lehrerin für textilen Entwurf in der Kunstgewerbschule Zürich in den Dialog mit Werken der Genfer Künstlerin Mai-Thu Perret (*1976). In Perrets multidisziplinärem Schaffen verbinden sich feministische Anliegen, literarische Referenzen und Fragen zu Kunsthandwerk mit den Avantgardebewegungen des 20. Jahrhunderts. Dabei stehen politische und formale Fragen zu Materialität im Vordergrund. Dada und speziell Sophie Taeuber-Arp stellen eine wichtige Inspirationsquelle für Perret dar. Neben älteren Werken, die Taeuber-Arp zitieren, zeigt die Ausstellung im Cabaret Voltaire neue Arbeiten der Künstlerin.
In den letzten Jahren wurde viel unternommen, um das Oeuvre von Sophie Taeuber-Arp zu würdigen. Trotzdem gilt es, das komplexe Werk der Künstlerin zwischen angewandter, bildender und darstellender Kunst weiter zu ergründen. Es stellen sich viele kunsthistorische und kulturanalytische Fragen, die auch heute noch aktuell sind: beispielsweise zu Abstraktionsverfahren oder Konzepten von Künstler*innenschaft im Kontext von Gattungshierarchien, Geschlechterzuschreibung oder Demokratie. Besonders aufschlussreich sind hierfür die von der Zentralbibliothek Zürich angekauften Briefe Sophie Taeuber-Arps, die jüngst in einem Editionsprojekt von Medea Hoch, Walburga Krupp und Sigrid Schade untersucht wurden. Bisher bezog sich die kunsthistorische Rezeption auf Erinnerungen von Hans Arp und Weggefährt*innen. Mit den Briefen kann erstmals die «eigene» Sicht der Künstlerin und ihr Referenzsystem rekonstruiert werden.

Opening: 13.10.22, 18 Uhr

Cabaret Voltaire

Spiegelgasse 1
8001 Zürich

+41 43 268 08 44
Webseite

Tram 4/15: Rathaus
Tram 3/Bus 31: Neumarkt

Fotografieren erlaubt

Öffnungszeiten

Dienstag: 12–20 Uhr
Mittwoch: 12–20 Uhr
Donnerstag: 12–20 Uhr
Freitag: 12–18 Uhr
Samstag: 12–18 Uhr
Sonntag: 12–18 Uhr

14.10.2022–30.04.2023

Bar, Künstler*innen-Kneipe:

Di–Do, 12:00–24:00 Fr–Sa, 12:00–02:00 So, 12:00–18:00

Preise

prix libre

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