Angebote für Menschen mit Hörbehinderung
Diese Übersicht zeigt ausgewählte Museumsangebote in Zürich mit Gebärdensprache, visuellen Zugängen und digitalen Zusatzinformationen.
Winter prägen nicht nur Landschaften, sondern auch Geschichten. In den Zürcher Museen finden sich überraschende Spuren kalter Zeiten: von gefrorenen Seen über geheizte Stuben bis zu verirrten Fussballspielern und schneelosen Skipisten.
Wollpullover, Schnee und ein verirrter Spieler
FCZ-Museum
Fussball war in seiner Gründungszeit ein Wintersport. Gespielt wurde in Wollpullovern und mit schweren Schuhen. Auch Wintertrainingslager sorgen bis heute für Überraschungen: 2008 verirrte sich der FCZ-Spieler Raffael beim Langlaufen und kam deshalb verspätet im Hotel in der Lenzerheide an.
Wenn der Zürichsee zufriert: «Seegfrörnis» im Bildarchiv
Haus zum Rech / Stadtarchiv
Im Online-Bildarchiv der Stadt Zürich sind inzwischen fast 350'000 Fotografien zugänglich – darunter selbstverständlich auch zahlreiche Wintermotive. Besonders eindrücklich: Über 200 Fotos dokumentieren die Zürcher «Seegfrörnis» des 19. und 20. Jahrhunderts, als der Zürichsee vollständig zufror. Ein Bericht eines Zürcher Seepolizisten hält fest, in welchen Jahren der See ganz begehbar war: von den frühen Eiswintern 1223, 1259 und 1262 über mehrere Ereignisse in der frühen Neuzeit bis zu den letzten grossen «Seegfrörnis» 1929 und 1963. Seltene Winter, die sich tief ins kollektive Gedächtnis der Stadt eingeschrieben haben.
Wo die Wärme wohnte
Heimatschutzzentrum in der Villa Patumbah
Während im 18. und 19. Jahrhundert in Stadtwohnungen oft nur die Stube beheizt war und sich das Leben im Winter hauptsächlich dort abspielte, gab es in den Häusern der Wohlhabenden mehrere Öfen pro Stockwerk. So auch in der 1885 erbauten Villa Patumbah in Zürich-Riesbach. Mit einem damals modernen Schachtsystem wurde die Wärme im Haus verteilt. Heute ist in der Villa nur noch der grüne Ofen im Esszimmer erhalten. Als 1911 Diakonissen in der Villa ein Altersheim einrichteten, liessen sie eine moderne Zentralheizung einbauen. Die Kachelöfen hatten ausgedient und wurden entfernt. Im «Zimmer der Dame» haben Restaurator*innen an der Stelle, an der früher ein Ofen stand, einen «Schatten» angebracht – er lädt die Gäste ein, sich die Form und Präsenz des Ofens vorzustellen.
Der Inukshuk – mehr als ein Steinhaufen
Nordamerika Native Museum NONAM
In der weiten, oft schneebedeckten Landschaft der Arktis fehlen Orientierungspunkte. Um sich in dieser extremen Umgebung zurechtzufinden, entwickelten die Inuit über Jahrhunderte ein System aus aufgeschichteten Steinen: den Inukshuk. Das Wort bedeutet «jener, der einer Person gleicht» – viele dieser Steinfiguren erinnern in ihrer Form an einen Menschen. Inukshuiit dienten als Wegweiser und halfen, sichere Routen zu finden. Im arktischen Winter konnten sie lebenswichtig sein. Darüber hinaus markierten sie Notvorräte im Permafrost, lenkten bei der Jagd Karibus oder erinnerten an Verstorbene. Im NONAM ist ein Nachbau eines Inukshuk aus nächster Nähe zu sehen. Er steht für Wissen, Verantwortung, Gemeinschaft – und das Überleben in einer der extremsten Regionen der Erde.
Skilift ade – wenn der Schnee ausbleibt
Schweizer Finanzmuseum
Im Schweizer Finanzmuseum befindet sich eine Aktie eines Skilifts, der bereits 1967 Konkurs anmelden musste. Trotz grosser Erwartungen und Investitionen blieb der wirtschaftliche Erfolg aus: Die geplante Abfahrt war zu oft schneearm, der Betrieb kaum rentabel. Der Fall zeigt, wie sehr touristische Projekte von natürlichen Bedingungen abhängen – und wie Risiken schon früh unterschätzt wurden. Ein Thema, das angesichts aktueller Winter und des Klimawandels nichts an Brisanz verloren hat. Mehr dazu gibt es hier.
Diese Übersicht zeigt ausgewählte Museumsangebote in Zürich mit Gebärdensprache, visuellen Zugängen und digitalen Zusatzinformationen.
Zum Jahresbeginn warten in den Zürcher Museen besondere Highlights: Must-Sees, letzte Besuchsmöglichkeiten, Jubiläen und Ausstellungen voller Macht, Leidenschaft, Natur und Design.
Feierliche Geschenkideen aus den Zürcher Museumsshops: stilvoll, überraschend und fernab von 08/15.
Grenzen werden zu Ausgangspunkten neuer Perspektiven und Erfahrungen – im Denken, im Raum und im eigenen Inneren. Die vierte Themenwelt versammelt Angebote, die den Blick weiten, Neugier schärfen und den Schritt ins Unbekannte zum Erlebnis machen.