Museum Haus Konstruktiv: Yves Netzhammer, Videostill, 2022. © Yves Netzhammer 2022
Völkerkundemuseum: Flechten, Falten und Applizieren
Konzert, Friedhof Forum I Foto: Hitsch Phorography, zVg
Museum Rietberg: The Witness: Listening to Our Imperiled Planet
DYOR, Kunsthalle Zürich, 2022, Bild: Julien Gremaud

Sie ist gross, die Auswahl an Ausstellungen, Veranstaltungen, Konzerten, Führungen und Filmen in unseren Museen. Damit ihr nicht lange suchen müsst, kommt hier eine bunte Auswahl an Veranstaltungen bis zum Jahresende. 

Konzert: «Things Are Going Down» mit Peter Conradin Zumthor und René Waldhauser
Fr, 18.11.2022, 20–20:45 Uhr, Friedhof Forum
Eine spektakuläre Komposition für Klavierspieler und Klavierstimmer; ein sich stetig verändernder Akkord jenseits wohltemperierter Stimmung. Hochenergetisch, schön, meditativ und erschütternd gleichermassen. Das Stück dauert 45 Minuten und ist Teil der aktuellen Ausstellung «Tod - unser täglich Brot» von Gerda Steiner & Jörg Lenzlinger. Im Anschluss gibt es einen Apéro.

Workshop: Flechten, Falten und Applizieren
Sa, 03.12.2022, 10–16 Uhr, Völkerkundemuseum
Die Workshop-Reihe zur Ausstellung «VielFalt – Textiles Wissen von Miao-Frauen in Südwest-China» fokussiert auf die grundlegenden technischen Aspekte des Flechtens, Faltens und Applizierens und bietet viel Raum für eigene gestalterische Kreativität. Platzzahl beschränkt, keine Vorkenntnisse erforderlich.

Ausstellung: Yves Netzhammer
Zwei kühle Zwergelefanten fressen Einfühlungsüberschuss mit Pfirsicharoma
Bis So, 15.01.2023, Museum Haus Konstruktiv 
Einer der profiliertesten Schweizer Künstler seiner Generation: Die Basis von Yves Netzhammers installativen Arbeiten bilden Computeranimationen, die er zu raffinierten, vielschichtigen Environments inszeniert. Poetische Bildwelten, eigentümliche Kreaturen oder reduzierte Formelemente – dem Künstler geht es stets um Momente empathischen Empfindens. Führungen immer sonntags (11:45–12:45 Uhr) und mittwochs (18:15–19:15).

Film: This is my Face (Chile, 2018)
Do, 01.12.2022, 19–20:30 Uhr, Völkerkundemuseum
In Chile fürchten HIV-infizierte Menschen Stigmatisierung, darum verbergen sie oft ihre Krankheit und das, was sie durchmachen. Was passiert, wenn eine Reihe von Männern, die mit dem Virus leben, über ihren Lebensweg erzählen? Der Film ist ein kreativer Prozess des gemeinsamen Geschichtenerzählens. Besonders: Die Direktorin Dr. Angélica Cabezas Pino ist beim Screening anwesend. 
Sprache: Spanisch, Untertitel: Englisch

Ausstellung: SPACE AS MATRIX
Matrix Feminist Design Co-operative, Ursula Mayer, muf, Morgan Quaintance, Susana Torre
Bis Fr, 09.12.2022, gta Ausstellungen, ETH Zürich
Wie, von wem, und für wen wird Raum gestaltet? Die Künstler*innen und Architekt*innen der Ausstellung wenden sich gegen die Hierarchisierung von Raum und räumlichen Beziehungen – und thematisieren die sich stetig wandelnden Überlegungen zur geschlechtlichen Codierung von Raum. Dabei wird nicht nur das Potenzial, sondern auch die möglichen Fallstricke feministischer, queerer sowie intersektionaler Ansätze für Architektur und Raum aufgezeigt. Begleitend zur Ausstellung wird im gta Bücherkiosk Madame ETH eine Buchauswahl präsentiert.

Ausstellung: Carl Seelig – Drei Briefwechsel
Bis So, 08.01.2023, Strauhof 
Und weiter geht es mit Raum im Strauhof: Literatur entsteht nie im luftleeren Raum. Es braucht Helfer*innen umso mehr, wenn das Exil, Krisen, die Psychiatrie oder Armut die Literatur zum Schweigen bringen. Der Zürcher Journalist, Schriftsteller und Mäzen Carl Seelig war ein Sprachrohr der bedrohten Literatur.  Aus diesem Schatz zeigen der Strauhof und das Robert Walser-Archiv drei ganz besondere Briefwechsel mit dem Nobelpreisträger Hermann Hesse, der Schweizer Lyrikerin Erika Burkart und dem Schriftsteller Robert Walser.
Am 01.12. gewährt Lukas Gloor, Ausstellungskurator, während 30 Minuten Einblicke in die langjährige Freundschaft von Seelig und Walser.

Open Lab: The Witness – Listening to Our Imperiled Planet
Mi, 07.12.2022, 14–20 Uhr, Museum Rietberg
Kann bewusstes Zuhören radikale Veränderungen auslösen? Auf der ganzen Welt hören transdisziplinäre Gruppen von Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen auf die Botschaften unseres Planeten über einen möglichen Zusammenbruch – oder hoffen auf Rehabilitation. Sieben Teams aus der Subsahara und aus Südasien laden ein, mit einem interaktiven Programm über die Beziehung zwischen Menschen und nichtmenschlichen Verwandte nachzudenken. Mit Sound-Aktionen, einem Workshop, Kurzfilm und Gespräch – alles in Englisch.

Workshop für Kids: SonntagsAtelier
So, 18.12.2022, 11:15–13:15 Uhr, Museum Haus Konstruktiv
Kinder ab 5 Jahren lernen in kleinen Gruppen verschiedene Kunstwerke kennen. Angeregt durch die ausgestellten Arbeiten zeichnen die Kinder entweder direkt in der Ausstellung oder gestalten und experimentieren mit unterschiedlichen Materialien und Techniken im hellen Museumsatelier unter demselben Dach. Nach jedem Besuch nehmen die Kinder viele Eindrücke und eigene Kunstwerke mit.

Ausstellung: ROY G BIV
Bis So, 15.01.2023, Luma Westbau
Alex Da Cortes ROY G BIV ist sowohl eine Videoinstallation als auch eine fortlaufende Performance. Das Videoset stellt einen Galerieraum im Philadelphia Museum of Art – dem Museum der Heimatstadt des Künstlers – nach, in der Skulpturen von Constantin Brancusi (1876-1957) ausgestellt sind. Die kubische Struktur, auf die das Video von Da Corte projiziert ist, wird im Laufe der Ausstellung von einem professionellen Maler mit einer Reihe von Farben angestrichen.

Ausstellung: DYOR
Bis So, 15.01.2023, Kunsthalle Zürich
DYOR (Do Your Own Research, Mach deine eigene Recherche) ist ein geflügeltes Wort in der Kryptoszene. Es beschreibt die Maxime, sich selbst zu informieren, anstatt alles zu glauben, was man liest. Die Ausstellung lädt ein, sich diese junge, dynamische und zugleich für viele Neue Welt von Kunst im Kontext von Blockchain und NFT zu erschliessen. Historie und tagesaktuelle Gegenwart finden in anlogen und digitalen Erlebnisräumen zusammen.
Am 17. und 24.11. findet ein Rundgang durch die DYOR und Julia Scher Ausstellung statt. 

Ausstellung: Prunkvolle Schlitten
Bis So, 02.04.2023, Landesmuseum Zürich 
Das Nationalmuseum besitzt eine einmalige Sammlung von Prunkschlitten und zeigt diese erstmals in dieser Form in der Ruhmeshalle des Landesmuseums. Besonders beeindruckend sind die mythologischen Gestalten und Tiere, die im 17. und 18. Jahrhundert eine Gegenwelt zur herrschenden Ordnung darstellten.

Wer sich noch mehr zu Gemüte führen will, wird in unserer Agenda mit den Filterfunktionen bestimmt fündig.  

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