Wie Sammlungen Fortschritt prägen
Michael Gasser, Sabina Carraro und Rebecca Ramö Streith über Sammlungen, Archive und den Blick auf wissenschaftlichen Fortschritt.
Wer den Sommer in Zürich verbringt, muss auf besondere Erlebnisse nicht verzichten. Im Gegenteil: Die Zürcher Museen bieten in den Ferien überraschende Ausstellungen, schattige Oasen, Familienaktionen und kulturelle Entdeckungen für heisse Tage. Hier kommen unsere Tipps für einen entspannten Kultursommer in der Stadt.
Altstadtkirchen: Hoch hinaus aufs Grossmünster
Das Grossmünster zeigt sich diesen Sommer von einer ungewohnten Seite: Unter einem farbenfrohen Kunstwerk von Shirana Shahbazi verborgen, gewähren spezielle Führungen seltene Einblicke in die laufende Restaurierung. Auf dem Baugerüst und im Inneren des 800-jährigen Wahrzeichens wird sichtbar, wie traditionelles Handwerk und moderne Techniken zusammenwirken.
Botanischer Garten UZH: Schattenplätze und grüne Auszeiten
Wenn die Temperaturen steigen, wird der Botanische Garten zur kühlen Oase. Neue Sitzgelegenheiten aus Sandstein entlang des Schattenwegs laden zum Verweilen ein. Gleich daneben rücken die «Übungen mit Pflanzen» die Natur in den Mittelpunkt: Statt sportlicher Höchstleistungen stehen Achtsamkeit und die bewusste Wahrnehmung der Pflanzenwelt im Fokus – eine entspannte Auszeit mitten im Grünen.
Cabaret Voltaire: Kunst und Iced Drinks
Abkühlung mit Kultur: Im Cabaret Voltaire gibt es diesen Sommer für 10 Franken Eintritt sowie einen Iced Tea oder Iced Coffee. In den kühlen historischen Räumen lädt die Ausstellung «DadaZwischenSprachen» zum entspannten Eintauchen in die Welt der Sprachexperimente ein.
focusTerra – ETH Zürich: CO₂OL durch den Sommer
In der Sonderausstellung «KEEP IT CO₂OL» wird es gleich doppelt erfrischend: Im kühlen Lichthof des ETH-Gebäudes dreht sich alles um Klimawandel, CO₂ und Lösungen für die Zukunft. Interaktive Stationen und spannende Einblicke in die Forschung machen den kostenlosen Besuch zu einer inspirierenden Auszeit an heissen Sommertagen.
Kunsthaus Zürich: mehr Kunst für alle
Diesen Sommer gibt es im Kunsthaus besonders viel zu entdecken: Für den regulären Eintrittspreis von CHF 36 sind gleich drei Sonderausstellungen sowie die Sammlung zugänglich. Während der Sommerferien profitieren zudem Familien von einem Extra: Erwachsene können bis zu vier Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre kostenlos mit ins Kunsthaus nehmen.
Museum Haus Konstruktiv: mit der KKAZ auf Storytelling-Reise
In der ersten Sommerferienwoche dreht sich in der Kinder-Kultur-Akademie Zürich (KKAZ) für 12- bis 15-Jährige alles ums Storytelling. Zwischen Geschichten erfinden, freiem Schreiben und Improvisation werden gemeinsam verschiedene Formen des Erzählens entdeckt. Das viertägige Programm führt vom Museum Haus Konstruktiv über das Karl der Grosse und das NONAM bis zum Improtheater anundpfirsich – ein kreatives Sommerferien-Special für junge Geschichtenerzähler*innen. Mehr Informationen und Anmeldung.
Museum Rietberg: Indische Klänge unter freiem Himmel
Sonntag, 26. Juli, 11 Uhr, kostenfrei. Der Rieterpark wird zur Bühne für ein besonderes Sommererlebnis: Beim kostenlosen Open-Air-Konzert treffen Sitar-Virtuose Sebastian Dreyer und Tabla-Meister Shrirang Mirajkar aufeinander und entführen mit nordindischer Klassik in faszinierende Klangwelten. Ein stimmungsvoller Sonntagvormittag zum Eintauchen und Verweilen.
Nordamerika Native Museum NONAM: Sommerferienprogramm für kleine Naturfans
Im Sommerferienprogramm «Der Sommer trägt Früchte» dreht sich im NONAM alles um Beeren, Mais und die Schätze der nordamerikanischen Natur. Von 11. bis 13. August findet täglich um 15 Uhr eine kindgerechte Kurzführung durch die Sammlungsausstellung statt, gefolgt von einer kniffligen Museumsrallye. Ein besonderes Highlight wartet am 12. August: In der offenen Werkstatt entstehen zwischen 14 und 16 Uhr aus Maisblättern fantasievolle Libellen.
Zoo Zürich: Unterwasserballett mit den Elefanten
Zu den ungewöhnlichsten Sommerattraktionen in Zürich gehört das Elefantenschwimmen im Kaeng Krachan Elefantenpark. Jeweils mittwochs, samstags und sonntags um 10.15 Uhr zeigen sich die Dickhäuter als erstaunlich elegante Badenixen. Für die eigene Abkühlung liegt das Dolder Wellenbad nur einen Katzensprung entfernt.
Michael Gasser, Sabina Carraro und Rebecca Ramö Streith über Sammlungen, Archive und den Blick auf wissenschaftlichen Fortschritt.
Der Sommer ist in den Zürcher Museen angekommen: Spaziergänge, Gärten und besondere Orte unter freiem Himmel laden zum Erkunden ein.
Tastobjekte, Audiodeskriptionen, Klangräume oder multisensorische Führungen: Zürcher Museen schaffen vielfältige Zugänge für blinde und sehbehinderte Menschen.
Vier Perspektiven zeigen, wie Museen heute kulturelles und wissenschaftliches Erbe zugänglich machen und für morgen weiterdenken.