«Behind the Scenes» im Naturhistorischen Museum der Universität Zürich

18.03.2024 / Blog

Das Museum der Anthropologie, das Botanische Museum, das Paläontologische Museum und das Zoologische Museum werden zum Naturhistorischen Museum der Universität Zürich (oder UZH) vereint. Pünktlich zur Eröffnung am 19. März ziehen vier Dinosaurier, eine Riesenschildkröte, eine Giraffe und das Riesenskelett einer Elster ein. Dr. Isabel Klusman, die Leiterin des Naturhistorischen Museums der Universität Zürich, hat uns schon etwas früher einen Einblick ins Museum gewährt. 

Warum wurde die Entscheidung getroffen, das Museum der Anthropologie, das Botanische Museum, das Paläontologische Museum und das Zoologische Museum zu einem Naturhistorischen Museum der UZH zu vereinen?
Mit dem Zusammenschluss dieser vier Museen bekommen Zürich und seine Universität endlich, wie einige anderen Schweizer Städte, ein Naturhistorisches Museum. Das Museum soll bei den Besucher*innen die Begeisterung und das Bewusstsein für die Natur in all ihrer Vielfalt und Schönheit wecken und veranschaulicht, wie Evolution und Biodiversität die Dynamik des Lebens auf unserem Planeten bestimmen.

Wie wird die Integration der verschiedenen Sammlungen und Ausstellungen umgesetzt?
In einem ersten Schritt wird vor allem mit dem Einzug der Dinosaurierskelette, die übrigens eine Schenkung des Sauriermuseums in Aathal sind, paläontologischer und zoologischer Inhalt zusammengefügt. In zwei späteren Etappen werden dann anthropologische und schliesslich botanische Themen in die Dauerausstellung integriert.
Durch diese Integration wird es ein wenig eng im Museum und müssen wir z. B. nach Einzug der Botanik im Sonderausstellungsraum auf neue Sonderausstellungen verzichten.

Welche neuen Möglichkeiten eröffnen sich durch diesen Zusammenschluss für die Besucher*innen und die Forschung?
Da das Museum der Universität Zürich gehört, haben wir die Möglichkeit, aktuelle naturwissenschaftliche Forschungsergebnisse im Museum zu präsentieren. So können wir unsere Besucher*innen einen Einblick in die Wissenschaftswelt geben und erläutern, wie neue Forschungserkenntnisse zustande kommen. Gerade in der Schweiz, wo die Bevölkerung bei vielen Themen, wie z. B. Tierversuchen oder die Zulassung von genetisch veränderten Organismen (GVO), aktiv mitbestimmen kann, ist es wichtig, dass die Gesellschaft aus erster Hand informiert wird. Neu wird das Museum nicht nur ein Schaumuseum sein, sondern gezielt bestimmt Themen (wie z. B. nicht alle Dinos waren gross oder Vögel sind auch Dinos) ansprechen.

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