Helmhaus I Ausstellungsansicht of Color, 2019, Helmhaus. Foto: Zoe Tempest
KULTURAMA Museum des Menschen
Landesmuseum Zürich
Museum für Gestaltung
Pavillon Le Corbusier
Science Pavilion UZH

Zwischen grossen Meisterwerken und bekannten Exponaten verstecken sich oft die spannendsten Geschichten im Detail. Wir zeigen acht überraschende Dinge aus den Zürcher Museen, an denen die meisten achtlos vorbeigehen – und die viel mehr erzählen, als man auf den ersten Blick vermutet.

Alterthümer-Magazin
Ziegel mit kleinen persönlichen Spuren
Manche historischen Ziegel sind individueller, als man zunächst annimmt: In einzelnen Stücken finden sich Ritzungen, Jahreszahlen, Münzabdrücke oder kleine Motive – darunter sogar Formen, die an ein Seepferdchen oder eine Garnele erinnern. Solche Spuren zeigen, dass selbst ein scheinbar banales Baumaterial etwas sehr Persönliches und Menschliches erzählen kann.

focusTerra – ETH Zürich
Goldene Namen im Lichthof
Wer den Blick im Lichthof von focusTerra nach oben richtet, entdeckt goldene Namen an den Wänden. Sie gehören zu Persönlichkeiten, die die Erforschung unserer Erde entscheidend geprägt haben – etwa dem Geologen Albert Heim. Für viele Besuchende bleiben sie dennoch ein Rätsel. Erstmals sind seit 2026 auch Frauen sichtbar vertreten: Neu erinnern die Inschriften unter anderem an Marie Curie, eine Pionierin der Radioaktivitätsforschung und zweifache Nobelpreisträgerin.

Helmhaus
Pinke Säulen, politische Erinnerung
Was haben das Helmhaus und der Vietnamkrieg gemeinsam? Die vier pink gestrichenen Säulen im Foyer gehen auf eine künstlerische Intervention von Cat Tuong Nguyen aus dem Jahr 2013 zurück. Sie verweisen auf eine Praxis aus dem Vietnamkrieg: Dörfer, in denen die US-Streitkräfte Vietcong vermuteten, wurden auf Karten als «Pinkvilles» markiert. Die Farbe Pink trägt hier also eine politische Erinnerung.

KULTURAMA Museum des Menschen
Spaziergang auf uraltem Meeresboden

Hier lässt sich auf echtem Meeresboden spazieren. Der Eingangsbereich und das Treppenhaus bestehen aus versteinertem Kalkschlamm eines ehemaligen Meeresbodens aus dem Oberjura – rund 150 Millionen Jahre alt. Dabei lassen sich Fossilien wie Ammoniten, Belemniten und Schwämme entdecken.

Landesmuseum Zürich
Versteckter Globi
Im Landesmuseum versteckt sich ein kleiner Globi auf einem Kamin in der Ruhmeshalle. Eine Rätselspur mit Illustrationen aus «Globi im Museum» führt Kinder und Familien spielerisch durch die Ausstellungen – auf der Suche nach Globis geheimnisvollem Schwert.

Museum für Gestaltung Zürich, Ausstellungsstrasse
Wasser oder Wein auf Knopfdruck
Licht, Luft, Wasser – das waren die Maximen der modernen Architektur der 1930er-Jahre. Entsprechend wurden im Museum für Gestaltung Zürich im ganzen Haus runde Steinbecken installiert, die sich per Wandtaster als kleine Springbrunnen aktivieren lassen. Im Zuge des Umbaus 2018 wurde das Konzept um einen zweiten Knopf erweitert: Seither kann auch Wein fliessen – allerdings nur an Vernissagen.

Pavillon Le Corbusier
Übersehene Tafel mit Geschichte
An der Höschgasse befindet sich eine unscheinbare Tafel, die von vielen Besucherinnen und Besuchern kaum wahrgenommen wird. Dabei erinnert sie an die Eröffnung des Pavillons im Jahr 1967 und ist ein stilles Zeugnis seiner Geschichte. Gerade weil sie so leicht übersehen wird, gehört sie zu den Details, die einen zweiten Blick verdienen.

Science Pavilion UZH
Belebtes Fenster
Das bunte Fenster im Science Pavilion UZH ist mehr als ein Blickfang: Mittels Augmented Reality erweckt das Fenster zum Leben und erzählt die bewegte Geschichte unseres Universums. Durch das Scannen des QR-Codes werden die Stationen der 13.8 Milliarden Jahre andauernden Reise erlebbar. 

 

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